Hinweis: Dies ist eine Zusammenfassung der 28. Internationalen Passivhaustagung. Sie suchen etwas Spezifisches? Dann können Sie alternativ auf die archivierte Webseite der 28. Internationalen Passivhaustagung zugreifen. Im Webseiten-Archiv finden Sie viele weiterführende Informationen zu den Referierenden, den Ausstellenden, dem Programm und vielem mehr!
28. Internationale Passivhaustagung | 24. und 25. April 2026, Haus der Technik in Essen, Deutschland
Die 28. Internationale Passivhaustagung war ein voller Erfolg! Die dynamische Veranstaltung schaffte es ein weiteres Mal, Menschen aus aller Welt zusammenzubringen, denen bessere Gebäude und eine bessere Zukunft wirklich am Herzen liegen.
Vier Tage lang hatte die Veranstaltung einiges zu bieten: von interaktiven Workshops, über lehrreiche Vorträge und anregende Gespräche bis hin zu beeindruckenden Gebäudeführungen war für jede und jeden etwas dabei. Immer und überall spürbar war das bestärkende Gefühl der gemeinsamen Zielsetzung und Motivation zum Handeln.
Grund zum Feiern gab es auch: Gemeinsam blickten die Tagungsteilnehmenden zurück auf 30 bewegte Jahre Passivhaus Institut, reflektierten ihren eigenen persönlichen Beitrag zum Erfolg der Energieeffizienz-Bewegung und feierten darüber hinaus noch den 35. Geburtstag des weltweit ersten Passivhauses in Darmstadt Kranichstein!
Lesen Sie hier das exklusive Interview mit Prof. Dr. Wolfgang Feist, Gründer des Passivhaus Instituts, anlässlich der zwei Jubiläen:
Was die Tagung besonders spannend machte, war die Bandbreite der Themen. So schwärmt der Referent Fernando Rubio Ezquieta (WW+P Architects): Erst hört man einen Vortrag über die globalen wirtschaftlichen Veränderungen, die zur Bekämpfung des Klimawandels nötig sind, und im nächsten Moment befasst man sich schon intensiv mit den Einzelheiten von Lüftungssystemen oder Industrietoren. Diese Mischung aus ganzheitlichem Denken und technischen Details macht dieses Arbeitsfeld so interessant und so wirkungsvoll.
Über die Vorträge hinaus stand vor allem der rege Austausch mit Gleichgesinnten im Fokus. Der Teilnehmer Vasilis Giannopoulos (Internorm UK) fasst es treffend zusammen: Es war eine Gelegenheit, Ideen auszutauschen, aus realen Projekten zu lernen und sinnvolle Diskussionen darüber zu führen, wie sich verschiedene Märkte entwickeln. Ebenso wichtig war auch die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, bekannte Gesichter wiederzusehen und nach Jahren der Onlinezusammenarbeit Kolleg*innen persönlich zu treffen.
Auch die größeren Zusammenhänge kamen zur Sprache. So hebt beispielsweise Ken Levenson vom Passive House Network, ein Partner der International Passive House Association (iPHA), Vorträge hervor, die die Gebäudeperformance mit Themen wie Ressourcennutzung, sozialer Verantwortung und Energieunabhängigkeit verbinden. Denn das, was wir in Gebäuden tun, steht in direktem Zusammenhang mit vielen globalen Herausforderungen.
Ein immer wiederkehrendes Thema war auch die zentrale Bedeutung der Sanierung bestehender Gebäude. Laszlo Lepp (Passivhaus Institut Innsbruck / Passivhaus Austria) brachte es auf den Punkt: Während Neubauten oft im Rampenlicht stehen, liegt die eigentliche Transformation in dem, was wir bereits haben. EnerPHit-Modernisierungen mit ihrem schrittweisen Ansatz und messbaren Ergebnissen sind ein zentraler Bestandteil der Lösung, auch wenn sie Herausforderungen hinsichtlich Komplexität und Kosten mit sich bringen. Die Botschaft war klar: Sanierungen sind kein Nischenthema mehr, sondern von zentraler Bedeutung für das Erreichen der Klimaziele.
Am Ende der Tagung war vor allem ein starkes Gefühl von Dynamik und Begeisterung spürbar. Veranstaltungen wie diese erinnern uns daran, dass unsere tägliche Arbeit Teil von etwas Größerem ist!
Am Tagungssonntag hatten die Teilnehmenden wieder die Möglichkeit, energieeffiziente Vorzeigeprojekte in der Region zu besichtigen. Ein herzliches Dank an dieser Stelle an die Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate sowie an alle in die Führungen involvierten Planungsbüros und Gebäudenutzer*innen für ihr Engagement und ihre großartige Unterstützung bei der Planung und Umsetzung der Touren. Zur Auswahl standen diesmal wieder vier Exkursionen mit den thematischen Schwerpunkten "Schulen / Kitas", "Energieeffizientes Wohnen in Essen - Bochum - Dortmund", "Quartiere in Köln / Düsseldorf" und "Energieeffizientes Wohnen in Köln".
So wurden unter anderem die Klimaschutzsiedlung Rellinghausen in Essen, zwei Tageseinrichtungen für Kinder im Passivhaus-Standard sowie die Klimaquartiere Köln-Zollstock und Dortmund-Zillestraße angesteuert. Ebenfalls besucht wurden ein Studierendenwohnheim in Bochum sowie Projekte in Bochum und Hilden. In Düsseldorf schauten sich die Teilnehmenden die Lönssiedlung an. Dort wurden 41 Gebäude aus den 1930er-Jahren in bewohntem Zustand energetisch saniert.
Die nächste Internationale Passivhaustagung findet am 2. + 3. April 2027 an der Universität Innsbruck statt.
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